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Das einsame, gesellige Leben eines Autors

Den ersten Beitrag nutze ich mal ganz selbstlos (und aufgrund meiner guten Erziehung), um mich vorzustellen beziehungsweise wie ich zum Schreiben gekommen bin.

Bevor ich selber fähig dazu war zu lesen, saß meine Mutter jeden Abend mit mir im Bett und las mir vor. Selbst als ihr schon die Augen zufielen, wollte ich wissen, wie es weiterging. (An dieser Stelle: Danke, Mama!) Zudem kann ich wohl von Glück sprechen, dass ich noch zu einer Generation gehöre, die von den Eltern statt dem Smartphone ein Buch in die Hand gedrückt bekamen. Die noch draußen durch die Wälder streunte und die endlose Fantasie eines Kindes anwandte, wenn Langeweile aufkam.
Das Lesen gehörte immer dazu. Ich kann mich nicht an eine Zeit erinnern, in der es nicht so war. In fremde Welten zu tauchen, mit zu bangen, zu lachen und zu weinen. Und dann wollte ich meine eigenen Welten erschaffen – beziehungsweise, sie tauchten plötzlich in meinem Kopf auf und zwangen mich praktisch dazu.


Als ich allerdings damals mit meinen Kurzgeschichten begann, ahnte ich nicht, dass es so weit kommen würde. Das Schreiben wurde meine Passion, mein Ausgleich, mein Heilmittel. Und mein Geheimnis. Niemand wusste davon. In Anbetracht dessen, dass ich immer sehr viel unterwegs und von vielen Menschen umgeben bin, wunder ich mich manchmal nicht, dass ich mir dieses Hobby aussuchte. Das Schreiben war doch immer eine einsame Herzensangelegenheit – bis meine Charaktere richtig Form annahmen, sich verselbstständigten und mir im Kopf rumschwirrten, wenn ich sie da gerade gar nicht gebrauchen konnte. (Liebe Kolleginnen & Kollegen: ihr wisst, was ich meine). Also doch etwas geselliger, als es nach außen hin den Anschein hat.

Während meines Herzensprojektes, das ich vor einigen Jahren begann, intensivierte sich meine Liebe zum Schreiben nur noch. Wenn ich etwas mache, dann richtig und ich begann mich über Schreibmethoden schlau zu machen, entwickelte meine eigenen Varianten und wurde zum bis-ins-kleinste-Detail-Plotter. Weitere Motivation und positives Feedback fand ich auf Schreibforen und als ich das erste Mal mit zwei sehr wichtigen Personen aus meinem Leben darüber sprach, die mich seitdem immer unterstützten. Trotz dessen, dass mein beruflicher Werdegang in eine andere Richtung geht, wollte ich immer professionell schreiben. Es war mir wichtig eine Message mit meinen Geschichten zu senden, weshalb ich überwiegend gesellschaftskritische, aber auch mal leichtere Themen behandel. Ich wollte meine eigenen Bücher in den Händen halten. Menschen in meine Welten tauchen lassen, zum bangen, lachen und weinen bringen wie die Autoren aus meiner Kindheit. Und darauf arbeite ich hin 💪🏼🦁

So, das genügt nun aber zu meiner Person. Denn hier soll es neben meinen Projekten darum gehen euch zu motivieren, unter die Arme zu greifen und sich gegenseitig zu unterstützen! 😊